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Kosten pro Einstellung im GaLaBau: Recruiting-Kosten realistisch berechnen

11. Februar 202612 Minuten Lesezeit

Kosten pro Einstellung im GaLaBau: Recruiting-Kosten realistisch berechnen

Wie hoch sind die tatsächlichen Recruiting-Kosten im Garten- und Landschaftsbau? Dieser Artikel zeigt, wie Sie die Kosten pro Einstellung im GaLaBau berechnen – inklusive Vakanzkosten, Personalkosten und Beispielrechnung.

Kosten pro Einstellung im GaLaBau

Die Kosten pro Einstellung im GaLaBau – auch als Cost per Hire bezeichnet – umfassen alle direkten und indirekten Recruiting-Kosten, die entstehen, bis eine Fachkraft produktiv im Betrieb arbeitet.

Im Garten- und Landschaftsbau werden häufig nur Anzeigen- oder Agenturkosten betrachtet. Wirtschaftlich relevant sind jedoch deutlich mehr Faktoren.

Warum die Recruiting-Kosten im GaLaBau strategisch entscheidend sind

Personal ist im GaLaBau der zentrale Produktionsfaktor. Fehlende Fachkräfte führen unmittelbar zu:

– geringerer Baustellenkapazität
– Terminverzögerungen
– Umsatzverlust
– sinkendem Deckungsbeitrag

Unbesetzte Stellen verursachen messbare wirtschaftliche Schäden. Deshalb ist die Kenntnis der realen Kosten der Mitarbeitergewinnung im Garten- und Landschaftsbau betriebswirtschaftlich zwingend.

Direkte Kosten der Mitarbeitergewinnung im Garten- und Landschaftsbau

Zu den direkten Recruiting-Kosten zählen:

– Online-Jobbörsen
– Regionale Stellenanzeigen
– Social Media Recruiting
– Honorare für Recruiting- oder Social-Media-Agenturen
– Gebühren für branchenspezifische Karrierenetzwerke

Je nach Position und Region liegen diese Kosten häufig zwischen 1.000 und 5.000 Euro pro Besetzung.

Diese Zahl bildet jedoch nur einen Teil der tatsächlichen Kosten pro Einstellung ab.

Indirekte Kosten: Der größte Kostenblock

1. Vakanzkosten

Vakanzkosten entstehen, wenn eine Stelle unbesetzt bleibt.

Beispiel:
Ein Vorarbeiter im GaLaBau erwirtschaftet monatlich 35.000 Euro Baustellenumsatz.
Bei einem kalkulierten Deckungsbeitrag von 20 Prozent entspricht das 7.000 Euro pro Monat.

Bleibt die Stelle zwei Monate unbesetzt, entstehen 14.000 Euro entgangener Deckungsbeitrag.

2. Interne Zeitkosten

Recruiting bindet:

– Geschäftsführungszeit
– Bauleiter
– Verwaltung

Telefonate, Bewerbungssichtung und Interviews erzeugen interne Personalkosten, die häufig nicht erfasst werden.

3. Einarbeitungskosten

Neue Mitarbeiter erreichen selten sofort volle Produktivität.
Zusätzlich entsteht Betreuungsaufwand durch erfahrene Kollegen.

Kosten pro Einstellung im GaLaBau berechnen: Eine einfache Formel

Zur Berechnung der Cost per Hire im Handwerk kann folgende Formel genutzt werden:

Direkte Recruiting-Kosten

  • Vakanzkosten
  • interne Zeitkosten
  • Einarbeitungskosten
    = Gesamtkosten pro Einstellung

Beispielrechnung Facharbeiter im GaLaBau

– Werbekosten: 3.000 Euro
– Interne Zeitkosten: 1.000 Euro
– Vakanzkosten (2 Monate): 14.000 Euro
– Einarbeitungskosten: 2.000 Euro

Gesamtkosten: 20.000 Euro

In diesem Beispiel machen die reinen Anzeigenkosten nur 15 Prozent der Gesamtkosten aus.

Unterschiede je nach Position

Die Kosten pro Einstellung variieren stark je nach Qualifikation:

Landschaftsgärtner einstellen

Hohe Nachfrage, begrenztes Angebot.
Vakanzzeiten sind häufig länger.

Vorarbeiter im GaLaBau

Stark begrenzter Markt.
Hoher wirtschaftlicher Einfluss auf Projekte.

Bauleiter im Garten- und Landschaftsbau

Sehr hoher Engpass.
Lange Besetzungsdauer möglich.
Entsprechend hohe Vakanzkosten.

Für Hilfskräfte sind die Kosten pro Einstellung in der Regel niedriger, da Vakanzzeiten kürzer sind und mehr Bewerber verfügbar sind.

Warum der aktuelle Arbeitsmarkt die Kosten nicht automatisch senkt

Zwar gelangen derzeit mehr Arbeitnehmer auf den Markt.
Dabei handelt es sich jedoch überwiegend um geringqualifizierte Arbeitskräfte.

Der strukturelle Fachkräftemangel im GaLaBau bleibt insbesondere bei ausgebildeten Fachkräften bestehen.

Für qualifizierte Landschaftsgärtner, Vorarbeiter und Bauleiter bleiben die Kosten der Mitarbeitergewinnung hoch.

Typische Fehler bei der Bewertung von Recruiting-Kosten

– Betrachtung ausschließlich der Anzeigenkosten
– Keine Berechnung von Vakanzkosten
– Zu langsame Entscheidungsprozesse
– Fehlbesetzungen mit erneuter Nachbesetzung

Fehlentscheidungen erhöhen die Kosten pro Einstellung im Handwerk erheblich.

Fazit

Die Kosten pro Einstellung im GaLaBau liegen regelmäßig deutlich über den sichtbaren Recruiting-Ausgaben.

Wer die Gesamtkosten nicht systematisch berechnet, unterschätzt die wirtschaftlichen Auswirkungen unbesetzter Stellen.

Eine strategische, strukturierte Mitarbeitergewinnung reduziert langfristig sowohl Vakanzzeiten als auch Gesamtkosten und erhöht die Planungssicherheit im Betrieb.

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